5 Möglichkeiten für einen entspannteren Umgang mit Kritik und Kommentaren

Wie oft fühlen wir uns bei „blöden“ Kommentaren, unangebrachter Kritik oder mehrdeutigen Scherzen gleich persönlich angegriffen und nehmen uns diese Dinge einfach zu sehr zu Herzen?

Oftmals ist das Gesagte auch nicht so gemeint und wird anders abgesendet, als es empfangen wird.

Warum ist das so?

Wenn Du eher zu den „Feinfühligen“ oder auch „Hochsensiblen“ gehörst, dann kann es gut sein, dass die Abgrenzung besonders schwerfällt. Es kann auch an einem weniger gut ausgeprägtem Selbstbewusstsein liegen oder auch an einem sehr großen Bedürfnis nach Anerkennung im Außen.

Die Ursachen hierfür kommen in den meisten Fällen aus der Vergangenheit (z. Bsp. Kindheit):

  • Wir sind geneigt alles richtig machen zu wollen und haben somit Angst „Fehler“ zu machen
  • Wir haben das Gefühl „nicht gut genug“ zu sein
  • Wir haben Angst, nicht geliebt zu werden und somit auch Angst vor Ablehnung
 

5 Möglichkeiten, entspannter mit Kommentaren und Kritik umzugehen

1) Es hat gar nichts mit Dir zu tun

In den meisten Fällen hat Dein Gegenüber eher ein Problem mit sich selbst – und gar nicht mit Dir. Dein Gegenüber spricht aus eigenen oder überlieferten Überzeugungen  und hat ein Weltbild, in das Du gerade nicht reinpasst. Das bedeutet nicht, dass Du als Person „falsch“ bist. Vielleicht hatte Dein Gegenüber einfach auch einen schlechten Tag, private Probleme, Stress, Kopfschmerzen etc. Und für diese schlechte Laune, oftmals als unsachliche Kritik, einen Wutausbruch oder eine ungehobelte Bemerkung verpackt, brauchte Dein Gegenüber einfach einen „Blitzableiter“.

2) Nimm Dir die Zeit, um die Situation einzuschätzen

Manchmal würde man nur zu gerne auf einen Kommentar oder eine Kritik direkt eine emotionale Antwort geben. Jetzt mal Hand auf’s Herz: Bringt Dich das wirklich weiter? Am Ende bist Du doch diejenige, die sich noch weiter in die Situation hineinsteigert, somit unnötig Energie verschwendet und noch mehr an sich heranlässt. Deshalb atme beim nächsten Mal einfach 3x tief durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus und schließe dabei die Augen, wenn es sich für dich gut anfühlt. Nimm Dir einen Moment, um die Situation aus der Beobachterposition (neutral) zu reflektieren. Vielleicht hast Du etwas falsch aufgefasst, was gar nicht persönlich gemeint war? Wenn ja, dann ignoriere es einfach und denk nicht weiter darüber nach. Falls nein, frage einfach mal nach, wie das Gesagte gemeint war und sprich es offen an. Rede einfach über Deine Gefühle.

3) Sprich Probleme offen an

Eine Äußerung eines Kollegen hat Dich verletzt? Du hast das Gefühl, jemand hat sich über Dich lustig gemacht? Du fühlst Dich im Restaurant vom Kellner ignoriert? Dann sprich am besten offen aus, was Dich stört oder was Dich verärgert. Konflikte lassen sich im offenen Gespräch meist schnell klären und das Problem ist vom Tisch. Wichtig ist dabei, Dein Gegenüber nicht als Person anzugreifen, sondern die eigenen Gefühle zu formulieren, z.B. „Diese Äußerung hat mich verletzt“ oder „Ich fühle mich übergangen“.

 

4) Welche Botschaft nimmst Du aus Kommentaren oder Kritik für Dich mit?

In jeder Kritik oder auch in jedem Kommentar könnte natürlich auch eine wichtige Botschaft für Dich stecken. Grundsätzlich verletzen uns Aussagen anderer nämlich nur dann, wenn sie einen wunden Punkt bei uns treffen. Sobald du also etwas persönlich nimmst, frage Dich einfach:

Was ist es eigentlich, was mich gerade so sehr trifft? Liegt es eventuell an meinen eigenen Selbstzweifeln oder Selbstvorwürfen, dass ich so emotional reagiere?

Meistens reden wir nämlich innerlich viel kritischer mit uns selbst als es andere tun. Die anderen spiegeln uns in dem Moment dann einfach nur unsere mangelnde Selbstliebe.

5) Werde zum Positiv-Detektiv

Wenn du etwas persönlich nimmst, heißt das, dass du es negativ interpretierst.

Versuch es doch stattdessen mal mit positivem Denken! Das bedeutet nicht, dass Du Dir einfach alles „schön denkst“. Aber Du kannst Dich in jeder Situation fragen, ob Du sie auch positiv interpretieren könntest.

Mit ein bisschen Übung kannst du an jeder Situation irgendeinen positiven Aspekt finden und dann gibt’s gar keinen Grund mehr, persönlich beleidigt zu sein oder sich angegriffen zu fühlen.

Die wichtigsten Erkenntnisse, um nichts mehr persönlich zu nehmen und entspannter mit Kommentaren und Kritik umzugehen

Mit diesen Impulsen kannst Du Dich nach und nach davon befreien, Dir alles zu Herzen zu nehmen, was andere sagen oder tun.

Das Wichtigste hierbei ist Dein Mindset und Deine innere Einstellung.

Deswegen hier nochmal die wichtigsten Aussagen des Blog-Artikels für Dich zusammengefasst:

  • sobald Du etwas persönlich nimmst, gibst Du anderen Menschen Macht über Dich und Deine Gefühle
  • wenn Du Dir ständig alles zu Herzen nimmst, kann das eine negative Auswirkung auf Deine Lebensqualität haben
  • das Meiste, was Du persönlich nimmst, hat überhaupt nichts mit Dir selbst zu tun
  • DU ganz allein entscheidest, wie Du die Dinge bewertest und ob Du sie persönlich nimmst oder nicht
  • niemand kann Dich ohne Deine Erlaubnis verletzen. Es gehören immer zwei dazu: Einer der vermeintlich verletzt und einer, der sich verletzen lässt

Melanie Kook
Zentrum Gesundes Leben
Tennenbronn
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